Klimaschutz Meal Prep

10 Tipps zur klimafreundlichen Küche

Klimaschutz beginnt in deiner Küche! Denn jeder kleine Schritt in Richtung CO2 Ersparnis ist ein Erfolg - starte heute damit!

1. Qualität statt Masse

Gute biologisch und nachhaltig angebaute Lebensmittel sind meist teurer als konventionell und in Masse angebaute Lebensmittel. Ist der Einkaufswagen im Biomarkt voll, schmerzt der Gang zur Kasse die meisten von uns. Beim Discounter staunt man im Gegenteil dazu, wie voll der Wagen – und wie gering der Preis ist!

Dennoch: weniger ist hier definitiv mehr! Kaufe lieber Lebensmittel in sehr guter Qualität ein, dafür gezielt und weniger! Es ist erstaunlich wie wir unser Konsumverhalten verändern können, wenn wir ganz bewusst entscheiden, was wir wirklich brauchen und was nicht.

Meal Prep hilft den Einkauf zu planen und alle gekauften Lebensmittel auch tatsächlich zu verwerten.

2. Saisonales Obst & Gemüse kaufen

Gerade im europäischen Winter scheint dies für viele zunächst undenkbar. Ich hatte lange Zeit das Gefühl, nicht ohne Tomaten und Trauben das ganze Jahr lang auszukommen. Der Blick auf den Saisonkalender lies mich zuerst ein wenig zusammen zucken. Aber es geht – sehr gut sogar!

Mir hat es geholfen auf dem Markt bei den regionalen Bauern vorbei zu schauen. Sie kaufen zum Teil ebenfalls Obst & Gemüse dazu, von daher muss man auch hier etwas darauf achten, aber ich konnte schnell sehen: es gibt doch so einiges an Gemüse im Winter!

3. Lebensmittel von regionalen Erzeugern kaufen

Saisonal und regional geht oft Hand in Hand. Denn wer regional kauft, muss sich der Saison zwangsläufig anpassen. Es sollte allerdings darauf geachtet werde, das auch die regionalen Erzeuger nachhaltig produzieren. Eine Gurke aus dem bayrischen Treibhaus im tiefsten Winter, ist auch nicht gerade klimafreundlich!

Hier lohnt es sich, einen Blick auf die verschiedenen Bio-Kisten Anbieter zu werfen. Es gibt sie inzwischen in allen Großstädten und auch oft in Kleinstädten und ländlichen Gegenden. Vielleicht ist es eine gute Idee, zunächst eine Kiste mit einem anderen Haushalt zu teilen?

Milchprodukte sind ebenfalls ein klassisches Produkt, bei dem es sich lohnt genau hinzuschauen. Zwar bieten alle Supermärkte inzwischen Bio-Milch an, doch oft wird diese z.B. aus Norddeutschland oder Dänemark nach Süddeutschland gefahren und aus der Alpenregion wiederum nach Norddeutschland…

Wenn du kurz auf die Herkunft der Milch schaust, kannst du schnell eine Marke finden, die regional und in Bio-Qualität produzierte Milch verkauft, ohne dabei mehr zu zahlen.

4. Frische, gering- und unverarbeitete Lebensmittel kaufen

Die Welt des Convenience-Essen hat uns eine Schwemme an bereits verarbeiteten Lebensmittel in die Supermärkte gebracht.

Dabei sind die frischen, unverarbeiteten Lebensmittel viel nährstoffreicher und wir haben vor allem die Kontrolle darüber, was wir zu us nehmen. In einer fertigen Müslimischung steckt zum Beispiel oft sehr viel Zucker drin, dabei kannst du mit ganz wenig Aufwand selbst die köstlichsten Granolas herstellen – und weißt dann was drin steckt!

5. Auf Öko-Strom umsteigen

Ja, es ist ein bisschen Zeit notwendig, um sich mit den verschiedenen Ökostrom Anbietern bekannt zu machen und einen auszuwählen. Aber es gibt hier inzwischen mehrere Plattformen, die viele Informationen dazu gesammelt und schön zum Lesen aufbereitet haben. Utopia, gehört hier dazu. Es gibt eigentlich keinen Grund auf einen Umstieg zu warten!

6. Energieeffiziente Haushaltgeräte

Bei allen gängigen Haushaltgeräten, hat sich in den letzten Jahren sehr viel im Bereich der Energieeffizienz getan. Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler… alle verbrauchen deutlich weniger Strom, als noch vor einigen Jahren. Die Neuanschaffung macht aus klimafreundlicher Sicht allerdings erst Sinn, wenn ein altes Gerät wirklich kaputt ist und nicht mehr zu reparieren.

Auch bei Küchenkleingeräten, kann man gut Strom sparen. Das regelmässige Entkalken des Wasserkochers ist so ein kleine Maßnahme.

7. Meal Prep beginnen

Was ist eigentlich Meal Prep? Ich habe eine Seite mit vielen Tipps erstellt, die ständig weiter wachsen wird. Schau doch einfach mal rein!

Meal Prep lohnt sich, egal ob du alleine lebst oder eine Familie mit vielen hungrigen Mündern versorgst. Am Anfang ist die Vorstellung, mehrere Gerichte auf einmal vorzubereiten, erst einmal etwas einschüchternd. Aber das änderst sich schnell! Nur Mut! Es wird hier in Zukunft immer mehr Rezepte geben, die sich zur Kombination im Meal Prep eignen!

Die Synergien zwischen Meal Prep und der Klimaküche sind vielzählig:

  • Herd wird deutlich weniger häufig für längere Zeit angeschaltet, Energie wird eingespart. Zum Beispiel, in dem die Hitze des Ofens nicht nur zum Brot backen, sondern direkt mit zum Gemüse rösten, oder Kuchen backen genutzt wird.
  • Schnippel ich viel Gemüse, kann ich die Gemüsereste für eine Gemüsebrühe verwenden und schon wieder ist ein Lebensmittel weiter verwendet, dass ansonsten auf dem Kompost gelandet wäre
  • Plastik im Einkauf wird stark reduziert oder sogar ganz vermieden. Da du größere Mengen auf einmal einkaufst (und die Karotten in Netze statt in Plastik einpackst)…
  • Durch die gute Planung, wird gezielt eingekauft – es bleiben keine Lebensmittel ungenutzt.

8. Freunde einladen

Gemeinsam kochen macht Freude! Und wenn du gleich für viele Leute auf einmal kochst, wird jede Menge CO2 eingespart. Das ist ähnlich wie beim Meal Prep, nur das alles gemeinsam sofort aufgegessen wird!

Es gibt auch die tolle Idee, Essen auszutauschen. Wie eine Art Dinner-Club, nur das alle Teilnehmer ein Gericht kochen, dieses dann – in zum Beispiel 4 Portionen – aufteilen und untereinander austauschen. Lustig für 1-2 Personen Haushalte, finde ich!

9. Synergien in der Nachbarschaft finden

Ich backe unser Brot sehr gerne selbst. Inzwischen habe ich erfolgreich unsere Nachbarin angesteckt. Wir versuchen, unsere Brote immer gemeinsam zu backen, so wird nur einmal die Energie verbraucht, und es kommen 2 köstlich duftende Brote für 2 Familien heraus. Wir wohnen nur ein Stockwerk auseinander, daher macht jede Teig für sich und schiebt es abwechseln bei jeweils der anderen mit in den Backofen.

Aber es funktioniert natürlich auch, wenn je ein Haushalt gleich zwei Brote auf einmal herstellt und ein Laib davon dann weitergibt – und anders herum!

Auch bei Küchengeräten funktioniert das lebendige Tauschen sehr gut! Im Herbst hatten wir soviele Quitten und Birnen zu verarbeiten, da musste ein großer Entsafter her. Gut das meine Nachbarin einen hat und ich ihn ausleihen konnte. Genauso wandert die Flotte Lotte, die Muffinsformen und vieles mehr hier durch die Stockwerke und um den Block!

Ein Gewinn für alle:

  • nicht jeder braucht jedes Gerät / Küchenutensil kaufen, weniger Konsum = weniger CO2
  • der Kontakt zu den Nachbarn wird gestärkt, ein gutes Gefühl!
  • Platzersparniss, gerade in Städten ein großes Thema

Kennst du Nebenan.de? Hier kann man wunderbar Dinge tauschen / ausleihen und überhaupt ist da ein tolles Konzept dahinter, schau mal rein!

10. Mit Deckel kochen & optimale Topfgröße

Es klingt so banal, aber wer mit Deckel kocht, braucht 50 Prozent weniger Energie. Du sparst pro Jahr und Haushalt ca. 120 Kilogramm CO2! Das ist doch enorm.

Achte auf die richtige Topfgröße: der Topf sollte möglichst dieselbe Größe haben wie die benutze Herdplatte. Wen du zum Beispiel einen Topf verwendet, der drei Zentimeter zu klein ist, verschwendest du dabei bis zu einem Drittel der erzeugten Energie. Nicht nötig, oder?

Gerade beim Nudel- Reis- Linsen und Getreidekochen ist dies so schnell und einfach umgesetzt

Viele Möglichkeiten

Du siehst, es gibt viele alle Möglichkeiten, Klimaschutz in deiner Küche zu integrieren. Gerade die kleinen Veränderungen können großes Bewirken. Das jede Veränderung etwas braucht, um in unsere Routine einzugehen wissen wir ja. Aber es lohnt sich und du wirst schnell merken, wie einfach viele kleine Tipps im Alltag umsetzbar sind!

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